"Bebo": Suchbegriff 2006, "Line Rider" 2007?

"Bebo" ist der beliebteste Suchbegriff 2006 bei google. Bebo ist eine Internetseite, von der in Deutschland erst wenige gehört haben. Eine Community-Website aus San Francisco - so in Richtung Facebook und MySpace.

"MySpace" hat beim google-Ranking Platz 2 belegt. Es folgen "world cup", "metacafe", "radioblog" und die gute alte Wikipedia.

Millionenmal am Tag wird derzeit der Begriff "Line Rider" gesucht. Dabei handelt es sich um ein trickreiches Malspiel, bei dem man einen Schlitten sturzfrei bergab lenken muss. Ein Spiel mit Suchtfaktor! Vielleicht landet ja dieser Begriff beim google-Ranking 2007 ganz weit vorne!

via: jetzt.de

Neue Chefredakteure bei der Netzeitung

Nach sueddeutsche.de hat nun auch die Netzeitung einen neuen Chefredakteur - besser gesagt gleich zwei. Michael Angele und Matthias Ehlert führen das Blatt von nun an als Doppelspitze.

Der bisherige Chefredakteur, Michael Maier, hat die Readers Edition der Netzeitung gekauft und konzentriert sich nun ganz auf Web 2.0. Mehr dazu in der Netzeitung selbst.

Relaunch bei sueddeutsche.de

Sueddeutsche.de hat endlich den lang erwarteten Relaunch vollzogen. Was Fontblog schon vor einigen Tagen zeigte, ist nun offiziell als Startseite zu sehen.

Neu sind die Rubriken "Was wichtig wird", wo - prominent rechts oben platziert - auf wichtige Ereignisse des Tages hingewiesen wird. Neu ist auch das Ressort "Leben & Stil".

Der neue Chefredakteur von sueddeutsche.de Hans-Jürgen Jakobs schreibt zum Relaunch:

Über die Jahre hinweg war mancher Wildwuchs entstanden, was der Übersichtlichkeit abträglich war. Das neue Design soll schneller Orientierung verschaffen und große redaktionelle Linien erkennen lassen. Es strahlt Ruhe und eine gewisse Lockerheit aus. Es gibt weniger, dafür aber attraktivere Plätze für Werbung.

Wissenschaftliche Arbeit über Leserreporter

Zum noch recht neuen Thema "Readers Editions und Leser-Reporter" gibt es eine (recht kurze) wissenschaftliche Arbeit im Netz. Markus Goldmann hat sich an der Hochschule Darmstadt mit dem Thema beschäftigt. Sein Fazit:

Die Grenze verläuft nicht zwischen professionellen Journalisten und Laien-Reportern. Sie verläuft zwischen Menschen, die ethischen Standards einhalten, und denen, die es nicht tun.

Hier kann man die Arbeit vollständig lesen.

Kollektive Ehren für den User: Time Magazine wählt "Person of the Year"

Jedes Jahr wählt das amerikanische Magazin Time die Person des Jahres, die das Weltgeschehen in positiver oder aber auch in negativer Weise entscheidend beeinflusst hat.

Nach George W. Bush, Bono und dem Ehepaar Gates in den vergangenen Jahren kommt diese Ehre diesmal keiner einzelnen Persönlichkeit, sondern dem weltweiten Kollektiv der Internetnutzer zu:

But look at 2006 through a different lens and you'll see another story, one that isn't about conflict or great men. It's a story about community and collaboration on a scale never seen before. It's about the cosmic compendium of knowledge Wikipedia and the million-channel people's network YouTube and the online metropolis MySpace. It's about the many wresting power from the few and helping one another for nothing and how that will not only change the world, but also change the way the world changes.

Trotz der großen Erfolge von Wikipedia und sozialen Netzwerken will man sich dennoch keiner verklärten Sichtweise hingeben und so bleiben bei aller Euphorie auch die negativen Aspekte des so genannten Web 2.0 nicht unerwähnt:

Web 2.0 harnesses the stupidity of crowds as well as its wisdom. Some of the comments on YouTube make you weep for the future of humanity just for the spelling alone, never mind the obscenity and the naked hatred.

Ausgezeichnet wird der einzelne Internetnutzer als Teil eines großen sozialen Experiments, das 2006 erst ganz am Anfang steht.

Werbung oder Journalismus? Vom olympischen Ringkampf und saftigen Abmahnungen

Das "Saftblog", eines der bekannteren Corporate Blogs hierzulande, wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB) abgemahnt. Streitwert: 150.000 Euro. Ganz schön viel für zwei harmlose Blogbeiträge, die sich mit den Olympischen Spielen befassen und als Illustration die Olympischen Ringe beinhalten.

Vom juristischen Standpunkt aus hat sich Rechtsanwalt Arne Trautmann auf law-blog.de ausführlich mit dem Thema beschäftigt und geht der Frage nach dem Verhältnis von Werbung und Journalismus bei Business-Weblogs nach.

Innerhalb der Blogosphäre entwickelt sich die Saftblog-Angelegenheit mittlerweile in eine etwas eigenartige Richtung, näheres hierzu gibt es auf basicthinking.de zu lesen.

Monokultur und "Mob 2.0": Jaron Lanier über die Gefahren des Internets

Der amerikanische Netzpionier Jaron Lanier gilt als einer der großen Mahner innerhalb der Netzkultur und hat in letzter Zeit vor allem mit seiner Kritik der kollaborativ erstellten Online-Enzyklopädie Wikipedia für Aufsehen gesorgt. Er kritisiert Tendenzen eines "digitalen Maoismus", der statt zu kollektivem Fortschritt eher zu Formen digitaler Unterdrückung führen würde.

Seine Wikipedia-Kritik weist dabei erstaunliche Parallelen zu den Ansichten des - mittlerweile ausgestiegenen und mit einem Alternativprojekt beschäftigten - Wikipedia-Mitgründers Larry Sanger auf. Dieser hatte bereits vor Jahren auf das grundlegende Dilemma hingewiesen, dass bei Wikipedia wenige kontraproduktiv eingestellte Individuen (so genannte "Trolle") die Atmosphäre in einem Ausmaß vergiften können, dass Fachleute von der Mitarbeit letztlich abgehalten oder regelrecht vertrieben werden.

Nun hat Jaron Lanier die Blogosphäre in die Kritik genommen. Auch hier würden die Möglichkeiten des anonymen Publizierens zu unerfreulichen und gefährlichen Tendenzen führen, wie er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung näher erläutert:

Ich möchte verdeutlichen, dass der technische Teil von Web 2.0 hervorragend war. Aber ich kritisiere die Idee, im gleichen Atemzug die Menschen zu einer anonymen breiten Masse zu machen. Nehmen Sie die Blogs: Nicht-anonyme Einträge, in denen die Personen sich zu erkennen geben, sind halbwegs zivil. Sie sind Teil der Zivilisation. Sobald Leute aber anonym schreiben, werden sie gemein. Sie werden widerlich. Lass Menschen zur breiten Masse werden und sie werden böse. Und sie verlieren sich selbst.

Fazit: Im anonymen Blogrudel verliert der Mensch den Anstand? Sicherlich ist diese Kritik berechtigt und es gibt viele Fälle, in denen dies zutrifft. Nur wirken Laniers (netz-)kulturpessimistische Thesen bisweilen ebenso einseitig und polarisierend wie es oftmals auch die Argumente der Web2.0-Apologeten sind.

OpenOffice 2.1 erschienen

Von OpenOffice.org, der beliebten Open Source-Alternative zu Microsoft Office, ist heute Version 2.1 erschienen. Die neue Version des Office-Pakets bringt einige neue Funktionen, z.B. wird nun ein Mehrbildschirm-Modus für das Präsentationsprogramm Impress unterstützt, zudem wurden die Möglichkeiten automatischer Online-Updates erweitert.

Auch für das mobile "Büro für die Hosentasche" (OpenOffice.org Portable, OOoP), eine Version, die ohne Installation auf dem USB-Stick läuft, soll in Kürze ein Update bereitstehen.

Neuer Chefredakteur bei sueddeutsche.de

Hans-Jürgen Jakobs wird der neue Chefredakteur von sueddeutsche.de. Jakobs leitete bislang das SZ-Medienressort. Er löst Helmut Martin-Jung ab.

In einigen Tagen wird sueddeutsche.de einen Relaunch bekommen. Außerdem möchte man die Redaktion im kommenden Jahr deutlich personell verstärken, um sich gegen die Konkurrenz behaupten zu können.

Kommentare weg bei blogg.de

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Beim Blog-Provider blogg.de ist bei der Integration einer neuen Spamschutzmaßnahme ein folgenreicher Fehler passiert, durch den sich sämtliche Kommentare der letzten Monate ins Datennirvana verabschiedet haben. Auf clockworkorange.de heißt es:

Im Laufe der Integration einer neuen und verbesserten Maßnahme gegen Spam wurden versehentlich alle Kommentare aller Weblogs unwiederbringlich gelöscht. Und weil alles Schlimme immer in Paaren auftritt, haben wir bei dieser Gelegenheit auch feststellen müssen, daß unsere Backups seit Mitte August nicht zu gebrauchen sind.

via blogbar.de

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