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Wikia Search: Konkurrenz für Google & Co.?

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales möchte seine auf Open Source-Techologien begründete Suchmaschine "Wikia Search" noch in diesem Jahr launchen. Anstelle mathematischer Algorithmen soll das Ranking der Suchergebnisse durch die menschliche Urteilskraft zahlreicher Internetnutzer beeinflusst werden, so Wales im Interview mit der Süddeutschen Zeitung:

Das wird funktionieren wie bei Wikipedia. Die Internet-Enzyklopädie wird in einer Gemeinschaft von Nutzern regelmäßig ergänzt, redigiert und verbessert. Auch bei Wikia Search wird eine Gemeinschaft von Nutzern die ganzen Websites positiv oder negativ bewerten und hinterher in eine Rangfolge einordnen.

Im Gegensatz zum Wikipedia-Projekt, für das eine gemeinnützige Stiftung ins Leben gerufen wurde, soll sich Wikia Search vor allem über Werbeeinnamen finanzieren. Für die Umsetzung seien bereits mehrere Investoren, u.a. das Online-Versandhaus Amazon, gefunden worden.

Entschärft: Neuer Algorithmus gegen Google-Bomben

George W. Bush wird sich freuen: Auf Googles offiziellem Blog googlewebmastercentral.blogspot.com wurde die Entwicklung einer neuen Filtertechnik verkündet, die das so genannte "Google-Bombing" verhindern soll.

Durch häufige Verlinkung bestimmter Phrasen konnten in der Vergangenheit die Suchergebnisse bei Google beeinflusst werden. Bekannte Fälle solcher Kampagnen waren z.B. für die Suchphrase "more evil than Satan himself" mit der Microsoft-Website an oberster Stelle der Suchergebnisse. Wer nach "miserable failure" suchte, landete lange Zeit auf der offiziellen Biographie des U.S.-Präsidenten, während des letzten Wahlkampfes wechselte er sich mit seinem Kritiker Michael Moore auf dem Spitzenplatz der Suchergebnisse ab.

"Bebo": Suchbegriff 2006, "Line Rider" 2007?

"Bebo" ist der beliebteste Suchbegriff 2006 bei google. Bebo ist eine Internetseite, von der in Deutschland erst wenige gehört haben. Eine Community-Website aus San Francisco - so in Richtung Facebook und MySpace.

"MySpace" hat beim google-Ranking Platz 2 belegt. Es folgen "world cup", "metacafe", "radioblog" und die gute alte Wikipedia.

Millionenmal am Tag wird derzeit der Begriff "Line Rider" gesucht. Dabei handelt es sich um ein trickreiches Malspiel, bei dem man einen Schlitten sturzfrei bergab lenken muss. Ein Spiel mit Suchtfaktor! Vielleicht landet ja dieser Begriff beim google-Ranking 2007 ganz weit vorne!

via: jetzt.de

Das Netz der Spinne: Google auf Expansionskurs

Ist das der Beginn einer erfolgreichen Partnerschaft? Google-Chef Eric Schmidt ist am Mittwoch in den Aufsichtsrat der Computerfirma Apple gewählt worden. Hendrik Speck, Professor für Informatik an der Fachhochschule Kaiserslautern, sieht darin einen ersten Schritt für eine engere Zusammenarbeit der beiden Hauptkonkurrenten des Software-Riesen Microsoft. "Es ist sicher mehr als eine personelle Verflechtung. Google könnte nun für das Online-Musikportal 'I-Tunes' werben. Ein Markt mit großer Zukunft." Speck hält es für möglich, dass Apple auf seinen Rechnern Programme von Google vorinstalliert.

Google fiel bereits in den vergangenen Wochen durch große Expansionen auf: Am Dienstag hatte der Marktführer unter den Suchmaschinen angekündigt, im Herbst eine Anzeigenkooperation mit dem Online-Auktionshaus Ebay zu starten. Von 2007 an wird Google die Werbung für "MySpace" organisieren. Auf der Community-Seite haben bereits mehr als 100 Menschen ein eigenes Profil angelegt. Google könnte die persönlichen Daten der Nutzer werbestrategisch nutzen.

Auch mit dem Musiksender MTV hat Google eine Kooperation abgeschlossen. Künftig sind Videos von MTV auf gewöhnlichen Homepages zu sehen - untermalt mit Anzeigen von Google.

Google versucht zudem, Einfluss auf dem Markt für Unternehmenssoftware zu gewinnen. Der Konzern gab bekannt, dass es neben dem Mailprogramm "Gmail" nun auch einen Kalender, ein Programm zur Erstellung von Webseiten und ein Tabellenkalkulationsprogramm gibt. Die Angebote sind kostenlos, da sie sich über Werbung finanzieren.

Speck überrascht die Expansion nicht: "Es ist logisch, dass Google neue Geschäftsfelder sucht." Der Konzern erreiche mit seiner Suchmaschine bereits knapp 90 Prozent aller Internetnutzer. Das Wachstumspotential sei somit fast erschöpft. Mitarbeitern der Firma stehen 20 Prozent ihrer Arbeitszeit zu Verfügung, sich der Entwicklung neuer Geschäftsideen zu widmen. Dies ist Teil der innovativen Firmenstrategie.

Durch eine enge Kooperation von Apple und Google würde sich die Schlacht der großen Firmen im Internet weiter verschärfen: Apple und Microsoft führen schon seit längerem eine Art Kreuzzug. Doch auch die Konkurrenz zwischen Google und Microsoft wird immer größer.

Während Google versucht, mit seinen Softwareangeboten in Domänen der Konkurrenzfirma einzudringen, hat Microsoft die Suchmaschine Vista gestartet. Speck glaubt, dass die Strategie von Google nur dann erfolgreich sein kann, wenn es dem Unternehmen gelingt, durch sein Image die Benutzer zu überzeugen, auf seine Angebote umzusteigen.

"Doch das ist schwierig", sagt Speck. "Bei fast allen sind die Programme von Microsoft vorinstalliert. Und die Masse ist faul und träge." Der Sitz im Aufsichtsrat von Apple könnte der Anfang sein, großflächig Software über Apple-Computer zu verbreiten - und den Monopolisten Microsoft anzugreifen.

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