Der Fall Joe Lieberman in der FAZ

21. August 2006 - 13:04 -- Lisa Sonnabend

Die FAZ resumiert den Fall, wie amerikanische Blogger dem Demokraten Joe Lieberman eine Wahlniederlage bescherten.

Jürgen Kalwa schreibt in "Die Königsmacher":

Wie groß der Einfluß von Bloggern wie Bob Adams und ihren täglich immer weiter anschwellenden Mitteilungsseiten im Internet mit so phantasievollen Namen wie „My Left Nutmeg“ oder „Spazeboy“ auf den Ausgang der Vorwahlen war, kann niemand genau sagen. Doch unbestritten ist ihre Rolle als Cheerleader und Multiplikatoren, die schon früh den politischen Nobody Lamont unterstützten und ihm so eine Plattform gaben, um in der Öffentlichkeit bekannt zu werden. „Meiner Ansicht nach haben sie die ganze Sache ins Rollen gebracht“, sagt der Demoskop Douglas Schwartz von der Quinnipiac University.

Schon im Dezember 2002 demonstrierten die Blogger in den USA ihre Macht als Citizen Media: US-Senator Trent Lott hatte sich auf einer politischen Veranstaltung rassistisch geäußert. Während andere Medien dies nicht weiter verfolgten, wurde im Internet die Berichterstattung auf Weblogs so lange aufrecht erhalten, bis die traditionellen Medien doch über Lott berichteten und dieser schließlich zurücktreten musste.

Siehe auch: The YouTube Election in der New York Times