5.4.1 Befragung in der Kommunikationswissenschaft

Zur Erhebung der Daten im Rahmen dieser Arbeit wird die Methode der standardisierten Befragung gewählt. Die Befragung stellt eine der in den Sozialwissenschaften am häufigsten verwendeten Methoden dar und dient der Ermittlung von Fakten, Wissen, Meinungen, Einstellungen oder Bewertungen eines Personenkreises (Schnell et al. 1999: 299). Um die Glaubwürdigkeits- und Qualitätszuschreibungen von Rezipienten zu untersuchen, bietet sich die Befragung also an.

Sie hat das Ziel, „gesellschaftlich relevante Aussagen über Merkmalsträger zu machen. Merkmalsträger sind hier Personen, die jedoch nicht in ihrer ganzen Komplexität, sondern eben nur als Träger oder Repräsentanten bestimmter, relevanter Aspekte für die Forschung interessant sind“ (Brosius/Koschel 2001: 104).

Im Gegensatz zu einer mündlichen Befragung ist bei einer schriftlichen Befragung kein Interviewer anwesend. Zu den Vorteilen von schriftlichen Befragungen zählen, dass Interviewerfehlerfehler wegfallen, die Befragten meist ehrlicher und überlegter antworten als in Anwesenheit eines Interviewers und Druck entfällt, da der Beantwortungszeitpunkt frei wählbar ist (Schnell et al. 1999: 336). Allerdings kommt es in schriftlichen Befragungen zu einer höheren Ausfalls- und Abbruchquote. Eventuelle Verständnisschwierigkeiten können nicht ausgeräumt werden (Brosius/Koschel 2001: 132).